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| Die Nordtempelpagode |
Die Spezies des bescheidenen Beamten scheint es schon seit dem 16. Jahrhundert in China zu geben - und wenn sie pensioniert sind, dann bekommen sie einen Garten geschenkt. * Der hat bescheidene 50000 m² und liegt in Suzhou, dem zweiten Teil des chinesischen Paradieses.

Abgesehen vom Beamten-Garten hat Suzhou auch noch mehr Gärten, Kanäle, Pagoden und Museen zu bieten und liegt 80 Kilometer und eine halbe Stunde Fahrt mit dem Schnellzug von Shanghai entfernt. Etwas abenteuerlich war die Anreise schon bis zum Hauptbahnhof von Shanghai, denn meine fehlenden Chinesischkenntnisse und das lächelnde Nicken von Mr J (dem Fahrer der Klosters) führte dazu, dass ich nicht am Hauptbahnhof aussteigen musste, sondern an irgendeiner Metrostation und mich dann erst durch das nur teilweise englischsprachige Navigationssystem der Ticketauomaten, dann durch eine überfüllte Metro und am Hauptbahnhof auch wieder dort heraus kämpfen musste. Wahrscheinlich heißt China auch deshalb Land des Lächelns, weil die Verständigungsschwieirgkeiten mit anderen Völkern mit einem Lächelnquittiert werden... Schließlich hielt ich aber ein Ticket für den Zug in den Händen und kam reibungslos in Suzhou an. Mit dem Taxi ging es dann erst zum Seidemuseum, das bis auf ein paar webende Frauen nichts wirklich spannendes zu bieten hatte. Anschließend stieg ich in den 11. Stock der Nordtempelpagode hinauf. Dahinter verbarg sich dann noch ein buddhistischer Tempel und eine Gartenanlage.
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| Ein bescheidener Anteil des bescheidenen Beamtengartens... |
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| Die moderne Interpretation eines chinesischen Gartens am Suzhou-Museum |
Der nächste Garten war dann der des bescheidenen Beamten, für den man schon zur einfachen Durchquerung eine gewisse Zeit brauchte.Zum Glück waren außer mir nur relativ wenige andere Touristen (zumeist in Kleingruppen im Gänsemarsch laufende Chinesen) unterwegs.
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| Und weil es so schön ist, noch mal ein Bild vom bescheidenen Beamten. |
Zum Abschluss warf ich noch einen Blick in das Suzhou Museum (2 Museen an einem Tag!!! und fast alles immer nur gut auf Chinesisch erklärt...) und dann ergatterte ich ein Taxi zurück zum Bahnhof. In Shanghai angekommen hatte ich etwas weniger Glück mit der Wahl des Taxifahrers, der mich über mehrere Umwege aber schließlich doch zurück nach Vizcaya brachte. An sich also vor allem aus transporttechnischen Gründen ein etwas anstrengender Tag, aber wahrscheinlich ist auch der Weg ins chinesische Paradies beschwerlich...
* Lieber bescheidener Beamter in Deutschland - eigentlich habe ich diesen Ausflug (und diesen Eintrag) nur für dich gemacht!
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